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Cherusker

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Cherusker Artikel

Die Cherusker lebten in dem heutigen Niedersachsen, in dem Weser-Elbe-Gebiet. Sie stellten mit den Brukterern, Sigambrern, Tenkterern, Tungri , Ubiern, Treverern und den Batavern den fränkischen Teil der Westgermanen .

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Geschichte

Die Cherusker erscheinen in dem Jahr 12 v. Chr. erstmals in der schriftlichen Überlieferung, als sie zusammen mit anderen Germanenstämmen von den Römern unterworfen worden. Sprachlich gehörten die Cherusker ursprünglich zu dem alteuropäischen Nordwestblock.

Im Jahr 9 n. Chr. kam es zwischen dem römischen Heer unter Publius Quinctilius Varus und den Cheruskern unter Arminius zur so genannten Varusschlacht (deren genaue Lage lange umstritten war, jedoch nach neusten archälogischen Erkenntnissen bei Kalkriese, in der Nähe von Osnabrück stattgefunden hat). Drei römische Legionen wurden darin vernichtet und die Unterwerfung Germaniens durch die Römer war gestoppt.

Während der Völkerwanderung in dem 2. Jahrhundert wurden die Cherusker von den Sachsen unterworfen und gingen in diesen auf.==Wurden die Cherusker wirklich von Rom unterworfen?==

In der Zeit 14-9 v. Chr. gerieten die von Drusus bekriegten Brukterer , Chauken und Cherusker trotz zu dem Teil gegenteiliger Forschungsmeinung nachweislich nicht in römische Abhängigkeit. Bei intensivem Quellenstudium zeigt sich, daß trotz der Feldzüge des Drusus die wenigsten Volksstämme (abgesehen von einigen, meist grenznahen) wirklich unter dauerhafte römische Abhängigkeit gerieten. Selbst wenn einige Stämme wirklich „unterworfen“ wurden, griff Rom meist kaum in die inneren Verhältnisse ein. Ca. selten und dann auch ca. meist in direktem Zusammenhang mit den Kriegshandlungen, wirkten sich diese „Unterwerfungen“ aus (z. B. Wanderung der Markomannen). Sobald die Römer sich erneut an den Rhein zurückzogen, waren die Germanen wieder unter sich.

Gleichzeitig muß aber auch festgestellt werden, daß die Germanen sich aber auch nicht erbittert den römischen Legionen widersetzten und für die Zeit ab 8 v. Chr. auch nicht die Römer ernsthaft behinderten, als diese (auch in dem rechtsrheinischen Germanien) eine logistische Basis für künftige offensive Operationen vorbereiteten.

Völkerrechtlich privilegierte Stellungen als echte foederati (Verbündete) wären allenfalls für die Cherusker und Bataver anzunehmen.

Das Problem einer „Unterwerfung der Cherusker“ (Liv. per. 140) läßt sich wohl folgendermaßen erklären: Als Drusus mit den Cheruskern zusammentraf, existierten dort bereits zwei Adelsparteien. Die Ursache dieses Konfliktes lag in dem innercheruskischen Bereich. Die eine Partei verbündete sich freiwillig mit Rom, ohne allerdings als willenlose Marionette Roms genannt werden zu dürfen. Diese Partei wurde 1 n. Chr. gestürzt, was wesentlich mit zu dem „gewaltigen Krieg“ beitrug. Von 4-9 n. Chr. hatte die romfreundliche Partei wieder Oberhand. Die romfeindliche Partei hatte diesen außenpolitischen Standpunkt wahrscheinlich nur, weil ihre innenpolitische Feinde bereits mit Rom eine wie auch stets geartete freundliche Übereinkunft geschlossen hatten. Segestes z. B. ergriff 15 n. Chr. (oder schon vorher?) die romfreundliche Partei, weil diese die Feindin seines Feindes Arminius waren, wobei er natürlich behauptete, schon stets auf der Seite Roms gestanden zu haben.

Buch-Tipp: Der Erste Die DDR am Beispiel eines Regional-Politikers Landolf Scherzer hat den ersten SED-Kreissekretär von Bad Salzungen 1986 vier Wochen lang fast täglich begleitet. Dabei schildert er auf den einen Seite die Arbeit des ersten Kreissekretärs und auf der anderen Seite portraitiert er Persönlichkeiten, denen er während dieser Zeit begegnet ist. Der...

Literatur

  • JAHN Ralf G.: Der Römisch - Germanische Krieg (9-16 n. Chr.). Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Bonn 2001.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cherusker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.

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